Der vierte Schritt: Augen offen halten!

Mai 12th, 2010

Nachdem wir durch “Abzocke” unserer Tochter den Schritt von zwei auf vier Cent geschafft hatten, waren wieder einmal neue Ideen gefragt. Doch wie investiert man diese gewaltige Summe so, dass sie sich verdoppelt? In den Monaten Februar bis April finden noch keine Flohmärkte statt, auf denen man vielleicht einen Gewinn bringenden Deal hätte machen können. Aber bei vier Cent funktioniert das sowieso nur mit der Mitleidsmasche. Also ließen wir unserem Schicksal einmal freie Hand und warteten auf eine gute Idee oder einen Zufall.

Die gute Idee blieb leider aus, aber auf den Zufall ist Verlass. Er zeigte sich zuerst im Kassenbereich vom Aldi, in dem ein herrenloser Cent herumlag. Wenige Tage später fand sich eine schon arg zerkratzte Zwei-Cent-Münze auf dem Penny-Parkplatz und schließlich lag ein weiterer Cent einfach so auf dem Bürgersteig herum. Unglaublich, aber wahr: Einfach nur durch offene Augen waren zu den bisherigen vier Cent weitere vier hinzugekommen. Wie heißt es so schön? Mit Geduld und Spucke…

Wir haben also den vierten von 28 Schritten geschafft. Und mit unseren acht Cent und dem Beginn der Flohmarkt-Saison können wir jetzt eigentlich schon fast ins “reguläre” Geschäft einsteigen.


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Gespräch am Wegesrand

März 26th, 2010

„Guck mal! Der alte Baum da, das Haus, Omas Schemel… Wenn die erzählen könnten, was sie alles miterlebt haben…!“ Ich frage einfach mal nach.

Aasgeier: „Hallo, du alte Eiche! Wie majestätisch du hier am Wegesrand stehst! Du hetzt dich nicht ab, du nimmst alles, wie es kommt. Siehst Menschen als Kinder kommen und als Greise gehen, stemmst dich gegen…“

Eiche: „Quatschkopp!“

A.: „Oh, sorry, ich wollte dich nicht nerven. Entschuldige meine aufdringlichen Worte. Im ruhigen Schweigen liegt deine Kraft.“

E.: „So ein Unsinn. Ich bin keine Eiche, sondern eine Pappel. War dein Bio-Lehrer Alkoholiker?“

A.: „Ja. Woher weißt du das? Ich wollte dich doch nicht…“

E./P.: „Schon klar, kannst ja nichts dafür. Aber mich für eine Eiche zu halten, ist schon heavy. Siehst du hier irgendwo Eicheln?“

A.: „Äh – nee - stimmt. Schuldigung!“

P.: „Schon gut. Hätten wir das geklärt. Kannst weitergehen.“

A.: „Moment. Ist doch egal, ob Eiche oder Pappel. Viel…“

P: „Was? Egal? Du hast nichts begriffen!“

A.: „Nein, sorry, so war das nicht gemeint. Ich wollte doch nur wissen, was du alles miterlebt hast in den 500 Jahren, die du hier schon stehst.“

P.: „Wer steht hier schon 500 Jahre? Du? Ist mir gar nicht aufgefallen…!“

A.: „Nein, du.“

P.: „Träum’ weiter, Quatschkopp. So alt wird doch keine Sau – äh – Pappel.“

A.: „Okay. Sorry. Wie lange stehst du denn hier schon? Hast du Napoleons Truppen marschieren sehen? Hast du ihnen mit deinen Zweigen zugewinkt?“

P.: „Blödsinn. 41 Sommer und 42 Winter sah ich kommen und gehen. Keine Truppen. Nur Dackel, Golden Retriever und Bernhardiner. Die haben mich schon genug genervt!“

A.: „Ah ja. Ähm… Was soll ich sagen? Okay: Komm’ du erst mal in mein Alter…“

P.: „Ja ja, ist ja schon gut. Aber lass jetzt wenigstens die Hose zu… Bitte!!!“


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